Ökostrom Vollversorgung in Europa: realistisch
Eine Studie, die die Europäische Klimastiftung ECF bei dem Beratungsunternehmen McKinsey in Auftrag gegeben hat kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Die Vollversorgung Europas mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien soll demnach bis 2050 machbar sein.
Die Untersuchung kommt dabei zudem zu dem Schluß, dass die Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen dabei weder teuerer noch weniger verlässlich wäre als die Stromversorgung im Moment. Eine Besonderheit der Studie, die den Titel “Roadmap 2050: A practical guide to a prosperous, low-carbon Europe” trägt, ist die Beteiligung deutscher und europäischer Netzbetreiber, Stromversorger und Umweltorganisationen. Diese lieferten der Beratungsagentur McKinsey die entsprechenden Daten. Die Vollversorgung Europas mit Ökostrom soll laut der Studie mit derzeit vorhandenen, erprobten Technologien realisierbar sein. Technische Entwicklungen, die zwar möglich oder absehbar, in naher Zukunft aber noch nicht einsetzbar sind, wurden in der Studie der Europäischen Klimastiftung ECF nicht berücksichtigt. Die Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird nötig sein, da die Industrienationen bis zum Jahr 2050 ihren CO2 Ausstoß um 80 bis 95 Prozent senken müssen. Dies wurde in politischen Beschlüssen auf nationaler und internationaler Ebene so festgelegt, um die Erwärmung des Erdklimas auf 2 Grad Celsius zu begrenzen.
Vor allem von Seiten der Industrie wurde bisher behauptet, eine Versorgung Europas mit Ökostrom sei deutlich kostspieliger als die bisherige Versorgung mit Energie aus nicht erneuerbaren Energiequellen.